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Chemisch Vernickeln

Durch das chemische Vernickeln werden die Produkte unserer Kunden härter, verschleißfester und korrosionsbeständiger. Die Abscheidung beruht auf einer Redoxreaktion, bei der die Nickelionen im Elektrolyten reduziert werden, gleichzeitig wird in diese Schicht Phosphor eingelagert. Diese Reaktion findet sehr gleichmäßig an allen Flächen des Bauteils statt: Im Gegensatz zu galvanisch abgeschiedenen Nickelschichten bleiben somit bei chemisch vernickelten Bauteilen deren Konturen erhalten. Dadurch kann dieses Beschichtungsverfahren hervorragend für Präzisionsteile eingesetzt werden.

Chemische Vernickeln von Produkten.Der hohe Korrosionsschutz kann durch die definierte Einlagerung von Phosphor in der Nickelschicht gesteigert werden. Hochphosphorhaltige Schichten haben zudem den Vorteil, dass sie keine magnetischen Eigenschaften aufweisen. Dadurch können sie in der Wäge- und Messtechnik eingesetzt werden.

Chemisch abgeschiedene Nickelschichten sind verlötbar, wobei hier jedoch niedrigphosphorhaltige Schichten zum Einsatz kommen. Zur Verbesserung der Gleiteigenschaften von Chemisch-Nickel-Schichten kann in einem separaten Verfahren PTFE/Teflon eingelagert werden.

Getrennte Prozessführung

Die Vorbehandlung von Aluminium- und Stahllegierungen unterscheidet sich maßgeblich voneinander, sodass hier eine getrennte Prozessführung unabdingbar ist. Diese Trennung führen wir auch weiter im Chemisch-Nickel-Prozess. Dadurch können wir bei der auf Aluminium abgeschiedenen Schicht garantieren, dass keine ferritischen Verunreinigungen eingelagert werden. Dadurch sind unsere Chemisch-Nickel-Schichten auf Aluminium absolut eisenfrei und können in der Messtechnik zum Einsatz kommen.

Einlagerung von PTFE

In einem speziellen Elektrolyten kann in der Nickel-Phosphor-Schicht auch Teflon/PTFE eingelagert werden. Es entstehen dadurch wesentlich glattere Schichten mit ausgezeichneter Anti-Haft-Wirkung.

Die PTFE-Partikel werden gleichmäßig in die Chemisch-Nickel-Schicht eingebaut, wobei die grundlegenden Eigenschaften der Nickel-Phosphor-Schicht (Härte, Korrosionsschutz) erhalten bleiben. PTFE-Dispersionsschichten weisen eine sehr gute Trockenschmierung und einen hervorragenden Selbstreinigungseffekt auf. Ein anschließendes Warmauslagern zur weiteren Erhöhung der Härte beeinflusst die positiven Eigenschaften einer vorherigen PTFE-Einlagerung nicht.

Warmauslagern

Das Warmauslagern ist eine nachträgliche Wärmebehandlung, bei der die chemisch vernickelten Bauteile Temperaturen von 120°C bis 230°C ausgesetzt werden. Durch diesen Vorgang wird eine Wasserstoffversprödung der Chemisch-Nickel-Schicht vermieden. Dadurch verbessert sich die Schichthaftung auf dem Grundwerkstoff und die Härte erhöht sich wesentlich auf bis zu 1000HV. Allerdings sind warmausgelagerte Chemisch-Nickel-Schichten weniger korrosionsbeständig.

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