Medizintechnik
Leistungsfähige Oberflächen für die Gesundheitsbranche zu erschaffen, liegt uns besonders am Herzen – denn sie helfen Menschen direkt und unmittelbar. Natürlich geht es auch hier oft darum, die Medizintechnik korrosionsbeständig und verschleißfest zu machen. Allerdings werden unsere Oberflächen in diesem Bereich ganz besonderen Beanspruchungen ausgesetzt. Medizinische Geräte müssen unzählige Male desinfiziert und gereinigt werden. Dabei werden mitunter aggressive Mittel eingesetzt – denen die oberste Schicht zuverlässig widerstehen können muss. Wir geben den Produkten unserer Kunden eine schützende Ummantelung, damit sie dem medizinischen Fachpersonal vor Ort helfen können, Menschenleben zu retten.
Was wir für Sie tun können
Dank des Eloxierens lässt sich die Oberfläche der von uns veredelten Dialysegeräte zuverlässig und gründlich reinigen. Das gleiche Verfahren kam auch während der Corona-Pandemie zum Einsatz – um die dringend nötigen Beatmungsgeräte für ihre überlebenswichtige Aufgabe vorzubereiten. Aber auch für Hersteller von Orthesen sind wir ein wertvoller Partner. Nicht nur bekommen die Produkte eine Oberfläche, die sie vor Korrosion und Verschleiß schützen. Durch das gezielte Aufbringen verschiedener Schichtdicken, können wir mit hoher Detailtiefe und Präzision die Passform der Orthese positiv beeinflussen.

FAQ
Oberflächentechnik in der Medizintechnik
Warum ist Oberflächentechnik in der Medizintechnik so wichtig?
Weil medizinische Geräte und Hilfsmittel extremen Belastungen ausgesetzt sind: Sie müssen häufig desinfiziert, intensiv gereinigt und gleichzeitig langlebig, sicher und hygienisch sein. Eine leistungsfähige Oberfläche schützt nicht nur das Gerät – sie unterstützt auch die Arbeit des medizinischen Fachpersonals.
Welche Anforderungen stellen medizinische Geräte an ihre Oberflächen?
Sie müssen korrosions- und verschleißfest sein sowie widerstandsfähig gegen aggressive Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Eine gleichbleibend hochwertige Oberfläche ist entscheidend für Funktionalität und Hygiene.
Welche Verfahren setzt Aurolia in der Medizintechnik ein?
Hauptsächlich das Eloxal-Verfahren. Es bietet eine hygienische, porenfreie, chemikalienbeständige Oberfläche, die ideal für den medizinischen Alltag geeignet ist – z. B. bei Dialyse- oder Beatmungsgeräten.
Gab es besondere Einsätze der Aurolia-Oberflächen im Gesundheitswesen?
Ja, während der Corona-Pandemie kamen unsere Oberflächen in Beatmungsgeräten zum Einsatz. Auch bei Dialysegeräten sorgen unsere eloxierten Schichten für hygienische Sicherheit.
Welche Vorteile bieten Aurolia-Oberflächen für Orthesen-Hersteller?
Neben Schutz vor Korrosion und Verschleiß ermöglichen unterschiedliche Schichtdicken eine gezielte Beeinflussung der Passform – mit hoher Präzision, die sich auf Komfort und Funktionalität auswirkt.
Welche Oberflächenveredelungen werden bei welchen Geräten bzw. Bauteilen in der Medizintechnik eingesetzt?
In der Medizintechnik muss die Auswahl der Oberflächenveredelung präzise auf Gerätetyp, Funktion, Werkstoff und Sterilisationsverfahren abgestimmt sein. Häufig angewendete Kombinationen (Gerät/Teil → empfohlene Veredelung) sind:
- Chirurgische Instrumente (Skalpelle, Scheren, Pinzetten) → Elektropolieren, PVD/DLC oder Hartchrom für scharfe, verschleißfeste Kanten und reduzierte Reibung.
- Implantate (Orthopädie: Schrauben, Platten; Dentalimplantate) → Titan‑Eloxierung, rauheitsmodifizierte Oberflächen, Hydroxylapatit/CaP‑Beschichtungen zur Osseointegration; ggf. Antikoatinge oder drug‑eluting Schichten.
- Katheter, Führungsdrähte, Stents → Hydrophile Beschichtungen, PTFE/Fluorpolymer, Parylen‑Beschichtung oder spezielle Polymer‑Coatings für Gleiteigenschaften und biokompatible Barrieren.
- Endoskopie & minimalinvasive Instrumente → Biokompatible Dünnschichten (Parylen), DLC für Verschleiß, transparente/kratzfeste Vergütungen für optische Komponenten.
- Elektroden, Sensor‑ und Kontaktflächen (EKG‑Elektroden, Stimulations‑/Sondenkontakte) → Vergoldung oder Versilberung zur Minimierung von Übergangswiderständen und Korrosionsschutz.
- Gehäuse für medizinische Elektronik & Messgeräte → Passivieren (Edelstahl), Pulverbeschichtung oder Eloxal (Aluminium) für Isolierung, Kennzeichnung und Robustheit; EMV‑beschichtungen bei Bedarf.
- Instrumenten‑Griffe und Kontaktflächen → Antimikrobielle Beschichtungen (Silber‑, Kupfer‑basierte Systeme) oder leicht zu reinigende, chemikalienbeständige Lacke.
- Sterile Verpackungs-/Probenhalter und Prüfflächen → Chemisch Nickel, Passivierung oder spezielle mattierte Oberflächen für reproduzierbares Spannverhalten.
- Implantatnahe Kleinteile & Fixierungen → Passiviert/Elektropoliert (Edelstahl) zur Verbesserung von Korrosionsbeständigkeit und Reinigbarkeit.
- Dentalinstrumente & Prothetische Bauteile → Keramische Beschichtungen, Glaskeramiken oder PVD für Abriebfestigkeit und Ästhetik.
- Herz‑/Gefäßgeräte (Katheter‑Handsätze, Ventile) → Biokompatible Polymer‑Coatings, anti‑thrombotische Beschichtungen (z. B. Heparin‑Coatings) sowie radiopake Markierungen.
- Sensorgehäuse und optische Halterungen → Tiefschwarzbeschichtungen (Schwarzchrom, Spezial‑Eloxal) zur Streulichtunterdrückung; Antireflex‑Beschichtungen für Linsen.
- Sterilisations‑kritische Teile (Autoklav, Gamma, EtO) → hitze‑ und strahlungsstabile Beschichtungen (z. B. bestimmte Metallschichten, chemisch Nickel oder geeignete Keramikschichten).
